Kieler Verkehrsgesellschaft. KVG fahr ich gern!


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17.02.2010

Moderne Umwelttechnik für die KVG: Ein blauer Engel für Kiel

Erstmalig fährt in den kommenden Tagen ein neuer Bus der Kieler Verkehrsgesellschaft mbH (KVG) mit dem Symbol des Blauen Engels auf den Straßen der Landeshauptstadt. Präsentiert wird das Fahrzeug der Öffentlichkeit anlässlich des Kieler Klimatags am 20. Februar 2010 auf dem Kieler Rathausplatz.

„Die KVG ist stolz, dass das Fahrzeug von Mercedes-Benz die Umweltstandards insoweit erfüllt, dass er mit dem ‚Blauen Engel’ ausgezeichnet werden darf“,berichtet KVG-Geschäftsführer Andreas Schulz.

Der ‚Blaue Engel’ ist ein deutsches Gütesiegel und zeichnet besondere umweltschonende Eigenschaften eines Produktes aus. In dem Fall dieses Busses, und auch der im August diesen Jahres folgenden zehn Gelenkwagen, bezieht sich diese Auszeichnung neben dem geringen Schadstoffausstoß insbesondere auch auf die gesamte Produktionskette, die verwendeten Materialien und bereits deren Herstellungsmethoden, die Produktionsstätte und Produktionsverfahren bis hin zur Verwertung der Einzelkomponenten des Fahrzeuges.

Eine neue Bestuhlung und abgewandelte Innenraumaufteilung des Fahrzeuges soll den veränderten Kundenwünschen Rechnung tragen. Es gibt immer mehr Fahrgäste mit Gehwagen und Kinderwagen, die den ÖPNV nutzen. In den herkömmlichen Fahrzeugen ist der eingerichtete Platz dafür begrenzt. Die mittlere Tür des neuen Busses schwenkt nach außen und ermöglicht somit an der rechten Seite einen weiteren Rollstuhlplatz und mehr Raum für Kinderwagen und Gehwagen einzurichten. „Wir denken, dass sich damit auch das zeitweilige Gedränge in diesem Bereich entspannt und die Fahrgäste ungehinderter ein- und aussteigen können“, so der Leiter Betrieb und Technik Thomas Mau. Die KVG möchte Erfahrungen mit dieser Bestuhlung sammeln und danach entscheiden, ob die folgenden Fahrzeuge ebenfalls so ausgestattet werden.

Der Fahrerarbeitsplatz ist in der bewährten Standardausführung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)mit ergonomischer Gestaltung, modernen Sitzen, Gebläse und Isolierbox für kalte Getränkeflaschen im Sommer eingerichtet. Neuerung bei der Innenbeleuchtung des gesamten Fahrzeuges sind LED-Röhrenlampen anstelle von Neonröhren. Dieses stellt einen Versuch dar, um später zu entscheiden, ob alle Busse nach und nach mit LED-Beleuchtung ausgerüstet werden.

Ein ganz besonderes Teil, welches der Fahrgast nicht sehen kann, verspricht das komplett neuartige Getriebe zu sein. Das automatische Sechsganggetriebe wird von einer selbst lernenden Schaltsoftware gesteuert, die die Schaltvorgänge an das Fahrverhalten des Fahrpersonals und somit an die verkehrliche Situation sowie an die topographischen Verhältnisse anpasst. Das Getriebe enthält einen neuen Drehmomentwandler mit Torsionsdämpfer und Überbrückungskupplung, dazu einen wesentlich stärkeren Retarder (Getriebebremse) als bislang. Somit spürt der Fahrgast eine zügige Beschleunigung ohne Schaltunterbrechungen und deutliche, aber sanfte Bremswirkung. Auch die durch das Getriebe verursachten Geräusche und Vibrationen sollen wesentlich gedämpfter sein.  „Aus wirtschaftlicher Sicht erwarten wir eine deutlich längere Lebensdauer dieser Getriebe und vor Allem Treibstoffreduzierung zwischen vier und fünf Litern je 100 Kilometern, was fast zehn Prozent entspricht“, erläutert Andreas Schulz und führt aus: „Dieses Fahrzeug ist sicherlich eine tolle Weiterentwicklung. Unsere Aufgabe für die Zukunft der kommenden Jahre wird das Thema Diesel-Hybrid sein. Diese Technologie ist noch im Forschungs- und Entwicklungsprozess. Sobald hier Serienreife erreicht ist, steigt die KVG sicherlich auch hier mit ein.“



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